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Tag des Waldes (21. März)

Tag des WaldesAnläßlich diesen Tages soll auf den nach wie vor desolaten Zustand unseres einheimischen Waldes, aber auch der internationalen (Regen)wälder aufmerksam gemacht werden.

Zwar zeigt die Statistik des Statistischen Bundesamtes in Deutschland eine zunehmende Waldfläche, doch bremsen die jährlich erscheinenden Waldzustandsberichte des Bundes und der Länder jede aufkeimende Euphorie.

Aus diesem Grund mahnen die verschiedenen Interessenverbände zu gewissenhaften Umgang mit dem Wald, ist er doch für Mensch und Natur ein bedeutendes Ökosystem.

Die Funktionen des Waldes sind vielfältig. Die wichtigsten Funktionen lassen sich vor allem in Schutzfunktionen und in Nutzfunktionen unterteilen.

Schutzfunktionen sind z.B.:

Nutzfunktionen sind sind z.B.:

 

Themen auf dieser Seite außerdem:


ThemaDas Jahr im Wald

Der Wald bietet zu jeder Jahreszeit einen besonderen Anblick: Während im Frühjahr z.B. die Knospen der Bäume noch weitestgehend geschlossen sind, grünt es am Boden schon kräftig und an manchen Stellen findet man am Boden ein Blütenmeer von Buschwindröschen, Bärlauch und Scharbockskraut.
ScharbockskrautBärlauch
Im Laufe des Sommers hat sich das Laubdach voll entwickelt und man trifft die meisten Tierarten wieder aktiv an, z.B. an den besonnten Wegrändern - viele entziehen sich jedoch einem oberflächlichen Blick und hier lohnt es sich, auch einmal "tiefer" zu schauen - siehe weiter unten "Totholz und (Streu)Zersetzer".
Buchenwald (Schiffenberg, Gießen)Kaisermantel (Argynnis paphia)
Herbst ist besonders im Mischwald eine sehr bunte Jahreszeit und das Laub zeigt sich in den unterschiedlichsten Farben.

Laubstreu im HerbstHerbstliches Ahornlaub

Während im Winter der Wald an sich relativ kahl wirkt, kann man durch die schöne Schneelandschaft stapfen und sieht jetzt wenigstens die verbliebenen Vögel besser :-)

Winterlicher WaldKohlmeiseEs schneit im WaldZunderschwamm mit Schneehaube

 

ThemaTotholz und (Streu)Zersetzer

Totholz im WaldAlte Rotbuche mit BaumpilzenLaufkäfer und Hunderfüßer in einem HolzspaltInteressanterweise empfinden viele Menschen einen Wald, der viel Totholz enthält - sei es "herumliegendes" oder "stehendes" - als unaufgeräumt.

Hinweis an dieser Stelle: Das ist Natur :-)

Die alten, stehengelassenen Bäume bieten mit ihren Spalten Platz für viele Höhlenbrütende Vögel aber auch z.B. für Hornissen. Darüberhinaus leben hier viele Insekten und deren Entwicklungsstadien - wichtige Nahrung für insektenfressende Vögel.

In einem Wald fällt viel Bestandsabfall an: Heruntergefallene Äste, ganze abgestorbene Bäume und alle Jahre wieder das ganze Herbstlaub. Damit dies nicht den Wald überragt und vor allem damit die darin enthaltenen Nährstoffe dem Kreislauf wieder zugeführt werden können, sorgt ein Heer von Zersetzern.

Bereits an alten Bäumen sieht man schon die ersten Fruchtkörper von Pilzen - ein sicheres Anzeichen für den "Anfang vom Ende" - die Zersetzung hat bereits begonnen.

Auf den ersten Blick fallen vielen Menschen beim Spaziergang durch den Wald nur wenige Tiere auf. Große (Säugetier-)Arten wie Reh, Wildschwein und Fuchs sind scheu, so dass man sie nur selten antrifft, die einheimische Vogelwelt hört man zumeist mehr als das man sie sieht. Wer mit offenen Augen durch den Wald geht erblickt aber auch eine Vielzahl von kleineren Arten, bei denen es sich lohnt, sie zu betrachten.

 

Zu den Streuzersetzern zählen z.B. folgende Wirbellosen:

Streuzersetzer: AsselnStreuzersetzer: SaftkuglerStreuzersetzer: BandfüßerStreuzersetzer: Schnurfüßer

 

ThemaGesundheitspolizei am Boden - Die Leichenbeseitiger

Mistkäfer verschleppt MaikäferEs sind aber natürlich auch Tierarten beschäftigt, die sich um tierische Leichen kümmern, allen voran die Mistkäfer und die Aaskäfer.

Die Mistkäfer sind hierbei die wohl am bekanntesten Akteure, sieht man sie doch recht häufig auf den Waldwegen.

Rothals-Aaskäfer (Oeceoptoma thoracica)Rothals-Aaskäfer (Oeceoptoma thoracica)Aaskäfer kümmern sich wie der Name schon andeutet um tote Tiere, die sie durch den Geruchsinn "orten" und fressen an diesen. Hier kommt es zum Teil zu großen Ansammlungen.

Totengräber (Necrophorus vespilloides)Besonders bekannt sind dabei die so genannten Totengräber. Hier gibt es verschiedene Arten, von denen einige aber die hier gezeigte Farbkombination (schwarz als Grundfarbe, darauf ein rotes Muster) zeigen. Diese fressen nicht nur daran, sondern beseitigen die Kadaver, in dem sie die Erde darunter weggraben und sie so einsinken lassen. Es erfolgt dann hier die Eiablage und die Larven können sich vom Aas ernähren.

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