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Tag des Bodens (5. Dezember)

Tag des BodensIm Jahr 2002 wurde auf der Tagung der Internationalen Bodenkundlichen Union (IUSS) in Bangkok der 5. Dezember als Internationaler Tag des Bodens ausgerufen. Ziel ist es, den Boden bewusster wahrzunehmen und letztendlich besser zu schützen.

 

 

Wieso ist nun der

Boden

für uns so wichtig? Obwohl der Boden in der Aufmerksamkeit der meisten Menschen eine eher untergeordnete Rolle spielt, übernimmt er in unserer Umwelt wichtige Aufgaben. Hier einige Informationen zum Thema "Boden".

 

 

Thema Leben im Boden

Auch wenn man es auf den ersten Blick nicht sieht: Bereits in einer einer kleinen Menge Boden finden zahlreiche Lebewesen ein zu Hause. Neben dem bekannten Regenwurm verrichtet hier ein ganzes Heer an Kleingetier seine für den Boden wichtige Aufgaben. Hierzu zählt besonders die Rückführung von Nährstoffen aus organischem Material, z.B. toten Tieren und heruntergefallenem Laub. Die Aufgabe dieser kleinen Zersetzer ist damit genauso wichtig wie die Bildung von organischem Material durch die grünen Pflanzen!

Asseln
Springschwanz (Collembole)
Schnurfüßer (Julide)
Regenwurm
Rote Waldameise (Formica rufa)

 

Die Gesamtheit der Bodenlebewelt bezeichnet man in der Wissenschaft als Edaphon. Der Erdboden übernimmt hier die Funktion des Lebensraumes, er bietet Nahrung, Wasser und fungiert für kleinere Tiere als Versteck.
Aber auch die Tiere beeinflussen den Boden: Durch ihre Grabaktivität wird der Boden durchlüftet, man spricht hier von Bioturbation. Vor allem die Regenwürmer spielen hier eine große Rolle, aber auch z.B. Ameisen.

 

Thema Bedeutung für die Pflanzen

Der Boden ist für die Pflanzen

Abhängig von den Bodeneigenschaften (Bodenart, Wasserversorgung, Gehalt an Mineralstoffe, Porenraum, Korngrößenverteilung...) finden wir an verschiedenen Standorten eine unterschiedliche Vegetation.

So sind für nährstoffarme, trockene Standorte z.B. (Sand)Magerrasen (links) und Zwergstrauchheiden charakteristisch. An sehr feuchten, nährstoffarmen Standorten hingegen findet man dagegen (Sphagnum)Moore (rechts).

SandmagerrasenTorfmoos (Sphagnum palustre)

 

 

Thema Bedeutung für den Menschen

Wir bewegen uns nicht nur auf dem Boden und treten ihn im wahrsten Sinn des Wortes mit Füßen - wir leben von ihm.
Siedlung und LandwirtschaftIn den verschiedensten Lebensbereichen haben wir es mit dem Boden zu tun und er ist wirklich nicht nur als "Dreck" und "Schmutz" zu betrachten.

Die Qualität des Bodens entscheidet über die Möglichkeit

 

 

Thema Boden in Gefahr

Nach wie vor ist die Versauerung des Bodens ein ernstes Problem. Die in Abgasen enthaltenen Schwefel- und Stickstoffverbindungen reichern sich in der Luft an und kommen im Regenwasser gelöst wieder auf die Erde. Dieser Regen hat einen zum Teil sehr sauren pH-Wert, da die Verbindungen im Wasser dissoziieren und dabei Protonen abspalten.

Schadstoffe, gleich welchen Ursprungs, können sich im Boden anreichern und es dauert oft eine (sehr) lange Zeit bis diese abgebaut sind. Probleme bereiten hier vor allem Industriegelände und Deponien. Hier ist es besonders wichtig, den Boden gut gegen das Eindringen von Schadstoffen wie z.B. Altöl abzudichten.

BodenversiegelungVersiegelung ist in anderer Hinsicht dagegen ein Problem: Wird auf Flächen der Boden abgetragen und/oder durch bauliche Maßnahmen versiegelt, sind die natürlichen Eigenschaften des Bodens verloren, die ursprüngliche Struktur kann nicht wiederhergestellt werden. Im Bild ein Asphaltbelag im Anschnitt. Die baulichen Eingriffe in den Boden sind erheblich:

 

ErosionWird die Bodenhaut, z.B. durch Anlegen einer Straße, verletzt, besteht die Gefahr der so genannten Erosion. Hierbei wird durch Wind und Wasser die Muttererde abgetragen, zurück bleibt das Ursprungsgestein.

Probleme hierbei sind vor allem:


 

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