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Exkursionen - Lampertheim, Stadtwald

 

Stadtwald LampertheimWo: Lampertheim (Südhessen)

Lage: Im hessischen Ried zwischen Lampertheim-Neuschloß und Lampertheim-Hüttenfeld.

Parkmöglichkeiten in der Nähe der Brücke über die A6.

 

Stadtwald Lampertheim, KiefernforstStadtwald Lampertheim, EichenwaldDurch den sehr sandigen Boden unterscheidet sich der Wald am Standort stark z.B. gegenüber dem Buchenmischwald in der Umgebung von Gießen (Exkursion Bergwerkswald bzw. Exkursion Schiffenberg).

Durch den damit verbundenen trockeneren Boden (Wasser versickert wesentlich schneller als bei einem lehmigen oder tonhaltigen Boden), verliert die Rotbuche erheblich an ihrer Konkurrenzstärke und die Kiefer setzt sich durch (bzw. wurde und wird in der Forstwirtschaft verstärkt angepflanzt).

Eine andere Besonderheit sind die Eichenaltforsten. Hier hat sich viel Bestandsabfall und Totholz gebildet - ideale Bedingungen für selten gewordene Käfer, deren Larven sich in diesem alten, toten Eichenholz entwickeln.

Hirschkäfer (Lucanus cervus)Hirschkäfer (Lucanus cervus), Kampf zweier MännchenZu den Käfern, deren Larven sich in Totholz entwickeln, zählt z.B. der Hirschkäfer (Lucanus cervus), dessen Männchen durch die Geweih-ähnlich ausgebildeten Mandibeln auffallen.

Diese Geweihe werden beim Kräftemessen der Männchen untereinander eingesetzt. Da wird gezogen und geschoben, mit dem Ziel, den Kontrahenten zu fassen und wie beim Ringen auszuheben.

 


MaikäferMaikäferMaikäferMaikäferMaikäfer - alle (vier) Jahre wieder
Der Wald um Lampertheim ist noch für eine weitere Besonderheit bekannt: Das sich alle vier Jahre wiederholende Massenauftreten des Maikäfers.

Maikäfer gehören zur Familie der Blatthornkäfer. Der Name stammt von der Form der Fühler, die in blattförmig verbreiterten Lamellen enden (siehe Bild). Der Maikäfer tritt in Deutschland lokal gehäuft auf. In Hessen ist das vor allem ein Bereich im südhessischen Ried in der Gegend von Lampertheim. Hier finden die Tiere ideale Bedingungen durch die Rot- und Stieleichenkulturen und die trockenen (Sand)böden. Es sind hier die beiden Arten des Feldmaikäfers (Melolontha melolontha) und des Waldmaikäfers (Melolontha hippocastani) zu finden.

Aus dem Leben eines Maikäfers bekommt der Waldspaziergänger meist nur die erwachsenen Tiere mit, die ab Anfang Mai buchstäblich aus dem Boden kommen. Drei bis fünf Jahre verbringt der Maikäfer als Larve im Boden. Dieser Lebensrhythmus führt zu den "Maikäferjahren" wie wir sie im Abstand von rund vier Jahren antreffen (nach 2002 nun auch 2006). Der so genannte Engerling ernährt sich von Baumwurzeln und richtet damit Schaden an den Bäumen an und auch durch den enormen Appetit der erwachsenen Maikäfer kommt es zu Baumschädigungen. Die Maikäfer sitzen zum Teil dicht an dicht auf den Bäumen und sorgen zum Teil für einen kompletten Kahlfraß des Laubes.
Bevorzugt werden von der Genießern Rot- und Weißbuchen sowie Eichen, aber auch Ahorne werden nicht verschmäht. Die Laubbäume sitzen voll von den Tieren und Fraßschäden treten deutlich zu Tage.

Mistkäfer verschleppt MaikäferPositiver Nebeneffekt: Der Tisch ist reichlich für Nutznießer gedeckt, die ihren Speiseplan anpassen, z.B. verschiedene Arten von Vögeln und Fledermäusen. Auch für die Mistkäfer gibt es nun bei dem folgenden Massensterben reichlich Arbeit.

 


Weitere Käfer (Details zu diesen unter dem Thema "Käfer"):

Rothals-Aaskäfer (Oeceoptoma thoracica)Feld-Sandlaufkäfer (Cicindela-campestris)


Stadtwald LampertheimWarme Standorte sind beliebte Lebensräume für Reptilien. So verwundert es nicht, dass man hier auch die Zauneidechse (Lacerta agilis) regelmäßig antreffen kann.

 

 

 

 

 

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