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Exkursionen - Gießen, Schiffenberg

 

Schiffenberg (Gießen)Wo: Gießen (Mittelhessen)

Wenige Kilometer südöstlich von Gießen befindet sich das Gebiet rund um den Schiffenberg. Auf dem Berg ist das Kloster Schiffenberg ein beliebtes Ausflugsziel.

Für Naturliebhaber finden sich rund um den Berg vor allem ein "typischer" Buchen-Mischwald sowie zahlreiche Offenflächen (Brachen, Felder, Äcker). Durch zahlreiche feuchtere Standorte um Teiche und kleinere Bäche hat man z.B. auch gute Chancen, Amphibien zu finden.

 

 

ThemaUnterwegs im Wald

Buchenwald (Schiffenberg, Gießen)Im Buchenmischwald kommen je nach Standort noch unterschiedliche Anteile von Hainbuche, Eichen und verstreut Ahorn und Linde hinzu. Auf trockeneren Flächen auch die Waldkiefer, jedoch nie dominant.

Stellenweise sind Fichtenforste eingestreut oder einige kleinere Laubbaumanpflanzungen.

Dichtes Laubdach im BuchenwaldBuchenwald ist bekannt dafür, dass durch das dichte Laubdach wenig Licht an den Boden gelangt - ein Grund für die Konkurrenzstärke der Rotbuche (Fagus sylvatica).
Entsprechend häufig findet man hier Pflanzen, die sich entsprechend angepasst haben - die so genannten Frühblüher. Sie nutzen das Frühjahr, um zur Blüte zu gelangen und sich so verbreiten zu können. Durch Photosynthese wird genügend Speichersubstanz gebildet (in Rhizomen oder Zwiebeln), die im kommenden Frühjahr für den notwendigen Startimpuls im Wachstum sorgen, bevor die Energieversorgung der Pflanze durch die Blätter und mittels Photosythese gedeckt werden kann.
Zu diesen Pflanzen zählen Vertreter wie der Aronstab, der Bärlauch, das Scharbockskraut und das Buschwindröschen.

AronstabBärlauchScharbockskrautBuschwindröschen


 

WaldtümpelKlingelbach (Schiffenberg, Gießen)Die Standortbedingungen ändern sich zum Teil kleinräumig.

Es gibt einige kleine Tümpel und den nördlichen Abschnitt durchzieht z.B. ein kleines, mäandrierendes Bächlein und sorgt für hohe Feuchtigkeit.
Ideal um im Frühjahr Bärlauch zu finden und hier versteckt sich der Feuersalamander über Tag im bzw. unter Totholz. Ortsuntypisch für den Buchenwald findet man entsprechend des Baches die Schwarzerle.

Folgende Amphibien können hier gefunden werden:

Junger BergmolchErdkröte (Bufo bufo)Feuersalamander in seinem VersteckGrasfrosch


 

Totholz im WaldDas im Wald verbleibende Totholz ist für viele Tiere Lebensraum - zum Verstecken, zum Fressen oder auch zum Jagen.

Auch wenn es aus menschlicher Sicht bei einigen "unordentlich" wirkt, das Totholz erfüllt zahlreiche wichtige ökologische Funktionen, nicht zuletzt die Rückführung der darin enthaltenen Nährstoffe.

Zu den Themen "Totholz" und "Zersetzernetz" gibt es unter "Tag des Waldes" mehr Informationen, da sich dieses Thema für die Waldexkursionen ansonsten immer wiederholt (hier: Totholz und Zersetzernetz im Wald).

Einige Vertreter der artenreiche Gruppe der Käfer, die man hier finden kann:

Mistkäfer (Geotrupes stercorarius)Lederlaufkäfer (Carabus coriaceus)

Ist der Mistkäfer bei uns weitverbreitet, trifft man den Lederlaufkäfer, unseren größten einheimischen Laufkäfer leider nur noch sehr selten an.


Am Waldrand oder den sonnigen Wegrändern findet man durch die Vielzahl an blühenden Pflanzen zahlreiche Schmetterlinge und andere Blütenbesucher:

Besonnter Wegrand mit WildblumenSchwarze Teufelskralle (Phyteuma nigrum)

Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata)Zwiebel-Zahnwurz (Dentaria bulbifera)

 

Zitronenfalter (Gonepterix rhamni)Aurorafalter (Anthocharis cardamines)Kaisermantel Kleiner FuchsKleiner EisvogelWaldbrettspiel

Wollschweber (Bombylius major)In diesem bereich hat man auch im Frühjahr gelegenheit, einen etwas eigentümlichen Besucher zu entdecken: einen Wollschweber. Vom Pelz an eine Hummel erinnernd, sitzt diese Fliege hier gerne in der Sonne oder besucht schwirrend die Blüten, um Nektar zu naschen. Auch wenn der lange Saugrüssel auffällt: Er sticht nicht.

 

ThemaUnterwegs im Offenland

Brache (Schiffenberg, Gießen)Die Nutzungsform der Flächen ändert sich oft von Jahr zu Jahr. Es gibt Grünländer, Brachen und Getreidefelder. Letztere 2011 leider zu viele, so daß die Flächen betreffend Flora & Fauna nicht allzu viel hergaben.

Die Brachen in den Vorjahren sicherten dagegen eine reichhaltige Flora und damit Fauna.

 

Folgende Arten sind hier u.a. zu finden:

Flockenblume (Centaurea jacea)Wegwarte (Cichorium intybus)

Wiesen-Pippau (Crepis biennis)Wiesen-platterbse (Lathyrus pratensis)

 

Naturgemäß findet man im Offenland nun vor allem wärmeliebende Arten und weitere Blütenbesucher, denen die Vielfalt an Blütenpflanzen entgegenkommt.

Schwalbenschwanz (Papilio machaon)Wespenspinne (Argiope bruennichi)

Rotgelber Weichkäfer (Rhagonycha fulva) Grünes Heupferd (Tettigonia viridissima)

 

 

 

 

 

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