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Bienen: Die Honigbiene (Apis mellifera)

Die Honigbiene (Apis mellifera)

Bienen bilden eine Ordnung der so genannten Hautflügler und leben in komplexen und zum Teil sehr großen sozialen Staaten. Sie fallen unter den Stechimmen durch den besonderen Umstand auf, dass sie ihre Nachkommen vegetarisch mit Hilfe eines Pollen-Nektar-Gemisches ernähren, alle anderen Hautflügler-Jungtiere (genauer: Larven) erhalten Insekten als "Babykost".

Bienen sind (nicht nur) daher beliebter als Wespen, üben sie doch die ökologisch wichtige Funktion der Blütenbestäubung aus, die uns neben wohlschmeckendem Honig auch prächtige Früchte liefert.

Die staatenbildende Honigbiene (Apis mellifera) ist hierbei nicht nur die bekannteste Bienenart bei uns, sondern wird aufgrund dieser "Nutzung" auch meistens von anderen Bienenarten getrennt behandelt.

Lesen Sie hier mehr zu unserer Honigbiene

Die Hummeln sowie weitere Bienenarten werden zumeist als Wildbienen gegenübergestellt, so dass diese auch hier unter "Hummeln und andere Wildbienen" zu finden sind.

Übrigens: Die meisten (Wildbienen-)Arten sind nicht staatenbildend, sondern „alleinerziehend“, man spricht daher auch von den so genannten Solitärbienen.

 

ThemaAllgemeines

Honigbiene (Apis mellifera), SchwarmDer Staat der Honigbiene setzt sich aus drei Kasten zusammen: Königin ("Weisel", ca. 19 mm), Männchen (= Drohnen, ca. 17 mm) und unbefruchteten Arbeiterinnen (ca. 15 mm). Das gesamte Volk kann 10.000 bis 80.000 Individuen umfassen, von denen der größte Anteil von den Arbeiterinnen gebildet wird.

Die Staaten findet man inzwischen normalerweise nur als "Haustiere" bei Imkern. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Staaten oder Teile davon ausschwärmen und dann "eingefangen" werden müssen.

Sollten Sie einen solchen Schwarm bei sich bemerken: Keine Sorge, da die Tiere Höhlungen für ihren Staat bevorzugen, zieht der Schwarm normalerweise nach 1-3 Tagen von selbst wieder weiter.

 

ThemaGründung eines Staates

Honigbiene (Apis mellifera), WabenDer Schwarm kommt in einen neuen Bienenstock, in dem die Tiere neue Waben anlegen können.

Die regelmässigen, sechseckigen Zellen der Waben sind aus Wachs aufgebaut, das in Form von kleinen Wachsplättchen an der Bauchseite des Hinterleibes aus Wachsdrüsen ausgeschieden und mittels der Mundwerkzeuge verarbeitet wird. Diese Waben dienen zum Deponieren von Honig und Pollen, aber auch als Kinderstube.

Die nach drei Tagen aus den Eiern schlüpfenden, wurmförmigen Larven werden mit einem Brei aus Honig und Pollen gefüttert bis sie sich nach rund acht bis zehn Tagen verpuppen. Die Zelle wird dann von den Arbeiterinnen mit Wachs verdeckelt und nach weiteren 10-12 Tagen schlüpfen die fertigen Jungbienen und nagen sich durch den Wachsdeckel.

Die frischgeschlüpften Arbeiterinnen beginnen sogleich im Stock ihre Arbeit, deren Abfolge angeboren ist. Die Aufgaben umfassen zum einen den Dienst im Bienenstock selbst: Reinigung des Stockes (Unrat, tote Bienen), Wärmen, Füttern und Befächeln der Larven, Wachdienst und dann natürlich die Aufgaben als Sammelbiene. Die Lebenserwartung einer Arbeiterbiene beträgt ein bis zwei Monate.

Während die Staaten von Hummeln und (Falten)Wespen nur eine Saison Bestand haben, kann der Sozialstaat der Honigbiene mehrere Jahre existieren.

 

ThemaImkerei und Honig

Honigbiene (Apis mellifera), BienenstockHonigbiene (Apis mellifera)Der Bienenstock: Zuhause für einen Staat
Um sich ihre Dienste zu Nutze zu machen, wurden aus den ursprünglichen Wildtieren Haustiere, die nun in speziellen Bienenkörben gehalten werden. Es gibt verschiedene Typen, die alten Bienenkörbe an sich haben inzwischen ausgedient.

Allgemeines: Nektar und Pollen
Bienen sammeln bei ihrem Blütenbesuch Nektar. Dieser süsse Blüten-Zuckersaft wird über den Rüssel aufgenommen und kommt dann in eine Erweiterung der Speiseröhre, in eine Art Kropf, der als Honigmagen bzw. Honigdrüse bezeichnet wird. Während des Verbleibens in dieser Honigdrüse wird der Zuckersaft der Blüten erst zu Honig indem noch verschiedene Stoffe hinzukommen und der Honig somit haltbar wird.

Im Stock wird der noch relativ flüssige Honig dann wieder ausgewürgt und in die Wabenzellen gefüllt, wo er dann eindickt.

Außer Zuckersaft sammeln die Bienen noch eiweißreichen Blütenstaub/Pollen. Dieser wird mittels der "Bürsten" an den Hinterbeinen in die "Körbchen" befördert und ist dann als gelbe Hosen sichtbar.

Honigbiene (Apis mellifera), HonigwabenHonig: Von der Wabe ins Glas
Honigbiene (Apis mellifera), RauchHonigbiene (Apis mellifera), Honigwaben gedeckeltDie regelmässigen Waben sind aus Wachs aufgebaut, das in Form von kleinen Wachsplättchen an der Bauchseite des Hinterleibes aus Wachsdrüsen ausgeschieden und mittels der Mundwerkzeuge verarbeitet wird. In diesen Waben wird der Honig und der Pollen deponiert.

Die Honigernte kann den ganzen Sommer über erfolgen. Um die Holzrahmen mit den honiggefüllten Waben aus dem Stock entfernen zu können, wird meistens eine Rauchpfeife verwendet, wodurch die Bienen sich im Stock zurückziehen und nicht mehr so angriffslustig sind.

Die Zellen mit dem Honig sind mit Wachsdeckeln versehen und so müssen zunächst diese Deckel abgeschabt werden, bevor die Rahmen in die Honigschleuder gehängt werden. Durch das Schleudern fliegt der Honig heraus und wird gesammelt.

Da der Honig dem Volk eigentlich als Nahrung für den Winter dienen sollte, muss der Imker seine Bienen über Winter mit Zuckerwasser füttern.

 

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